Rente in Deutschland?

Da kann ich nur folgendes sagen.

Pfui, Teufel!

”17.03.1962 – Geboren in Düsseldorf-Lierenfeld und stolz auf ehrliche Arbeit”

  • Ich wurde am 17.03.1962 in Düsseldorf-Lierenfeld geboren, einem Arbeiterstadtteil von Düsseldorf, in dem man noch wusste, was Pflichterfüllung bedeutet.
  • Ich bin viele Jahre bei meinen Großeltern aufgewachsen, weil meine Eltern gearbeitet haben.
  • Mein Vater war Straßenbahnfahrer, später Busfahrer in Erkelenz, meine Mutter Schaffnerin.
  • Beide standen früh auf, beide kamen spät nach Hause.

”Wir waren keine Akademikerfamilie, wir waren eine Arbeiterfamilie”

  • Aber wir waren niemals arm.
  • Nicht, weil der Staat uns etwas geschenkt hätte, sondern weil meine Eltern bereit waren, für dieses Land zu arbeiten.

“Später zogen wir in den Kreis Heinsberg, kauften Eigentum, bauten uns etwas auf”

  • Ich ging zur Grundschule im kleinen Ort, später auf die Hauptschule, die ich mit Klasse 10 abgeschlossen habe.
  • Danach folgte die fortbildende Schule in Geilenkirchen.

”Mein Lebenslauf ist kein Hochglanzprospekt, sondern das echte Leben”

  • Ausbildung im Baustoffbereich, Lehre als Bauschlosser begonnen und aus gesundheitlichen Gründen nach zweieinhalb Jahren abgebrochen.

Damals war klar:

  • Wenn eine Tür zugeht, sucht man sich eine neue.
  • Jammern war keine Option.

“Vom Tankwart zum Rettungssanitäter – Verantwortung statt Ausreden”

  • Mein Vater holte mich als Tankwart nach Erkelenz.
  • Dort tankten Linienbusse, Reisebusse und Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes.
  • Ich wollte meinen Führerschein machen und absolvierte in Heinsberg den Ersthelferkurs.
  • Das hat mich gepackt.

”Ich ließ mich zum Sanitäter und später zum Rettungssanitäter ausbilden”

  • Ich wollte helfen.
  • Ich wollte Verantwortung tragen.

”Ich war dreimal verheiratet und habe immer gearbeitet”

  • Erst als Kraftfahrer, dann als Berufskraftfahrer im internationalen Fernverkehr.
  • Ich habe mich auf eigene Kosten zum Kraftverkehrsmeister weitergebildet.

”Während andere über Work-Life-Balance diskutierten, saß ich nachts auf Autobahnen quer durch Europa”

  • Über 40 Jahre habe ich Beiträge gezahlt, in die Sozialkassen eingezahlt, Steuern überwiesen.
  • Ich war Teil dieses Systems – und habe es mitfinanziert.

“Der Arbeitsunfall in Barcelona – Und plötzlich bist du nur noch eine Akte”

  • 2019 hatte ich einen schweren Arbeitsunfall bei der BASF in Barcelona.
  • Zu diesem Zeitpunkt lebte und arbeitete ich seit Jahrzehnten teilweise in Spanien, war im internationalen Fernverkehr unterwegs.
  • Nach dem Unfall musste ich zurück nach Deutschland.
  • Die zuständige Berufsgenossenschaft Transport und Verkehr wollte plötzlich nicht zuständig sein. Jahrzehntelang hat man meine Beiträge genommen.

”Als ich Hilfe brauchte, war ich auf einmal kompliziert”

  • Ich bin seitdem zu 100 Prozent gehbehindert.
  • Ende 2020 folgten zwei schwere Herzinfarkte.
  • Ich kam in die Uniklinik RWTH Aachen.
  • Ende 2024 wurde zusätzlich eine Niereninsuffizienz bestätigt.
  • Seit über sechs Jahren bin ich Pflegefall mit Pflegegrad 4, inzwischen bettlägerig

”Von Aachen ging es in ein Heim nach Jülich-Heimbach, am 07.2023 dann Zwangsverlegung nach Nideggen in der Eifel”

  • Ohne echte Mitsprache.
  • Ohne echte Prüfung.
  • Einfach verlegt.
  • Und hier liege ich nun.
  • Nach vier Jahrzehnten Arbeit.

“Altersarmut vor meiner Haustür – Und keiner will es sehen”

  • Ich habe im Selfkant direkt an der niederländischen Grenze gewohnt.
  • Mit meinem Elektroscooter fuhr ich regelmäßig zum Lidl in Tüddern.
  • Und dort habe ich Bilder gesehen, die man in einem angeblich reichen Land nicht sehen dürfte.

”Alte Frauen und Männer, die in Mülleimern nach Pfandflaschen suchten, weil sie sie im Laden nicht mehr abgeben konnten oder weil es vorne und hinten nicht reichte”

  • Nach offiziellen Zahlen sind Millionen Rentner in Deutschland von Altersarmut bedroht.
  • Die Armutsgefährdungsquote bei Senioren liegt deutlich über 18 Prozent.
  • Gleichzeitig verzeichnet der Staat Rekordsteuereinnahmen in dreistelliger Milliardenhöhe pro Jahr.

”Wir sind wirtschaftlich eines der stärksten Länder Europas – und unsere Alten sammeln Flaschen”

  • Ich habe immer wieder jemanden zum Frühstück eingeladen.
  • Nicht aus Großzügigkeit, sondern weil ich es nicht ertragen konnte.
  • Wer sein Leben lang gearbeitet hat, darf im Alter nicht im Müll wühlen müssen.
  • Punkt.

“Milliarden für die Welt – Brosamen ( Krümel) für die eigenen Leute”

  • Während hier Pflegeplätze fehlen, Renten kaum reichen und Krankenhäuser am Limit arbeiten, fließen Milliarden ins Ausland.
  • Es werden gewaltige Summen in internationale Projekte gesteckt, während die eigene Infrastruktur bröckelt.
  • Ich frage mich ernsthaft, ob die politische Führung dieses Landes noch weiß, wie es sich anfühlt, wenn man jeden Euro umdrehen muss.

”2015 wurden unter Angela Merkel Hunderttausende Menschen ins Land geholt”

  • Versprochen wurden Fachkräfte.
  • Bis heute kämpfen Kommunen mit Integration, Wohnraummangel und überlasteten Sozialsystemen.
  • Gleichzeitig fehlen in Pflegeheimen Personal, in Handwerksbetrieben Auszubildende und in Kliniken Pflegekräfte.
  • Man hätte viel früher in die eigene Jugend investieren müssen, in Ausbildung, im Handwerk, in echte Facharbeit.

”Ich habe über 40 Jahre gearbeitet und lebe heute selbst von der Hand in den Mund”

  • Ohne eine gute Krankenversicherung wäre meine Situation noch dramatischer.
  • Und das nach einem Leben voller Arbeit, Verantwortung und Einsatz.

”Mein Fazit – Ein Land darf seine Leistungsträger nicht fallen lassen!”

  • Ich habe als Familienvater lieber in meine Kinder investiert als in zusätzliche Rentenpunkte.
  • Ich habe Verantwortung übernommen.
  • Ich habe meinen Körper kaputt gearbeitet.
  • Und ich frage mich heute, warum in einem Land mit einem Bruttoinlandsprodukt von über vier Billionen Euro Menschen im Alter Angst vor der nächsten Nebenkostenabrechnung haben müssen.

”Ein Mensch über 60 hat ein Recht auf Würde”

  • Wer jahrzehntelang in die Systeme eingezahlt hat, darf am Ende nicht das Gefühl haben, lästig zu sein.
  • Ich sehe politische Entscheidungen, ich sehe Prioritäten – und ich sehe die Realität in Pflegeheimen, vor Supermärkten und in den Gesichtern alter Menschen.
  • Ich weiß nicht, wohin das alles führt.

”Vielleicht ziehe ich noch einmal um, vielleicht irgendwann zurück nach Spanien”

  • Vielleicht beginne ich noch einmal neu.

Aber eines weiß ich ganz sicher:

  • Ein Staat, der seine Alten vergisst, verliert seine moralische Grundlage.
  • Und ich werde nicht aufhören, genau das auszusprechen.
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