”Vom Musikhaus Herrmann zum Musik-Center Erkelenz – meine musikalische Zeitreise durch mehr als vier Jahrzehnte”
- Wenn ich heute auf meine musikalische Entwicklung zurückblicke, dann besteht sie längst nicht mehr nur aus Erinnerungen an bestimmte Gitarren, Verstärker oder Effektgeräte.
- Meine Instrumente erzählen vielmehr eine persönliche Geschichte über mehrere Jahrzehnte.
- Sie erzählen von einer Zeit, in der man als Musiker noch ganz selbstverständlich in ein Musikgeschäft ging, Instrumente ausprobierte, Verstärker testete, sich mit anderen Musikern austauschte und von einem Fachmann beraten wurde.
- Sie erzählen aber auch von der technischen Entwicklung der Gitarrenwelt, vom analogen Effektgerät über klassische Röhrenverstärker bis hin zu digitalen Modeling.
”Und sie erzählen von meiner persönlichen Verbindung zu Erkelenz, zum früheren Musikhaus Herrmann mit Heinz Herrmann und später zum Musik-Center Erkelenz”
- Dabei möchte ich ausdrücklich zwischen meiner persönlichen Erinnerung und den historisch beziehungsweise technisch belegbaren Informationen unterscheiden.
- Nicht jedes Instrument aus meiner heutigen Sammlung wurde im Musikhaus Hermann gekauft.
- Einige meiner späteren Geräte stammen aus dem Musik-Center Erkelenz, andere wiederum aus anderen Zusammenhängen.
- Gerade diese Unterscheidung macht die Geschichte aber interessant, denn dadurch lässt sich nachvollziehen, wie sich meine eigene musikalische Ausstattung über einen sehr langen Zeitraum verändert hat.
“Meine Geschichte mit dem Musikhaus Hermann beginnt in den 1980er-Jahren”
Mein Name ist Jakob Diener, ich bin nicht nur freiberuflicher Journalist aus Nordrhein-Westfalen, sondern auch Berufsmusiker aus Leidenschaft.
”Meine persönliche Verbindung zum Musikhaus Herrmann gehört vor allem in die Mitte der 1980er-Jahre”
- Damals war Erkelenz für mich nicht einfach nur eine Stadt, in der es ein Musikgeschäft gab.
- Das Musikhaus Hermann war für mich ein Ort, an dem Musik tatsächlich gelebt wurde.
”Heinz war für mich dabei weit mehr als ein Verkäufer”
- Bei ihm habe ich Gitarre gelernt, und dadurch bekam das Musikhaus für mich eine ganz andere Bedeutung.
- Wer bei einem Musiker eine solche persönliche Verbindung aufbaut, bleibt nicht einfach als Geschäftsinhaber in Erinnerung.
- Er wird Teil der eigenen musikalischen Entwicklung.
”Gerade aus heutiger Sicht ist das bemerkenswert”
- Der Musikhandel der 1980er-Jahre funktionierte noch nach einem völlig anderen Prinzip als der heutige Instrumentenmarkt.
- Das Internet existierte für normale Verbraucher noch nicht, Online-Shops waren unbekannt und Informationen über neue Gitarren, Verstärker und Effektgeräte waren wesentlich schwieriger zugänglich.
- Fachzeitschriften, Kataloge, persönliche Empfehlungen und vor allem das Fachgeschäft selbst waren wichtige Informationsquellen.
- Man ging also nicht nur in ein Musikgeschäft, um etwas zu kaufen.
- Man ging dorthin, um etwas zu entdecken.
- Gitarren hingen an den Wänden, Verstärker standen bereit, Effektgeräte wollten ausprobiert werden und im persönlichen Gespräch konnte man herausfinden, welches Instrument oder welcher Verstärker zur eigenen Spielweise passte.
- Genau diese Atmosphäre gehört zu meinen Erinnerungen an das Musikhaus Herrmann.
“Das Musikgeschäft als Treffpunkt für Musiker”
- Ein Musikfachgeschäft war damals gleichzeitig Verkaufsraum, Beratungsstelle, Informationsquelle und ein Stück weit Treffpunkt der örtlichen Musikszene.
- Gerade für Musiker, die noch am Anfang ihrer Entwicklung standen, war dieser persönliche Kontakt von enormer Bedeutung.
- Heute kann man innerhalb weniger Minuten technische Daten von Gitarren vergleichen, hundert Videos ansehen, Klangbeispiele anhören und Preise bei zahlreichen Händlern miteinander vergleichen.
”In den 1980er-Jahren musste man dafür wesentlich mehr Zeit investieren”
- Man musste ein Instrument in die Hand nehmen, ausprobieren und sich seine eigene Meinung bilden.
- Genau deshalb war ein Fachmann wie Heinz für mich wichtig.
- Er kannte die Instrumente, konnte musikalische Zusammenhänge erklären und war gleichzeitig selbst Teil der lokalen Musikwelt.
- Hinzu kam das damalige Sortiment eines Musikgeschäftes.
- Neben Gitarren und Bässen gehörten Verstärker, Schlagzeuge, Effektgeräte, Noten, Lehrmaterialien und Zubehör zum musikalischen Alltag.
- Auch Musikkassetten mit Magnetband gehörten nach meiner Erinnerung zum Angebot.
- Die CD hatte zwar bereits begonnen, den Tonträgermarkt zu verändern, aber für viele Musiker und Musikliebhaber gehörte die Kassette noch ganz selbstverständlich zum Alltag.
“Mein Yamaha SB-200 – ein Stück Musikgeschichte aus den frühen 1980er-Jahren”
- Einer der wichtigsten persönlichen Anknüpfungspunkte ist mein Yamaha SB-200 Effektboard.
- Dieses Gerät habe ich beim Musikhaus Hermann bei “Heinz” gekauft.
”Historisch lässt sich das Yamaha SB-200 sehr gut einordnen”
- Yamaha führte die Professional System Effectors, kurz PSE, im Jahr 1980 ein.
- Das SB-200 war dabei die große Systemplatine dieser Serie und konnte bis zu elf passende Effektmodule aufnehmen.
”Yamaha selbst beschreibt die SB-200 als Bestandteil der ersten eigenen Effektpedalserie des Unternehmens”
- Das ist deshalb bemerkenswert, weil das SB-200 keineswegs nur ein gewöhnliches Pedalboard war.
- Es war ein frühes, ausgesprochen systemorientiertes Konzept.
- Die einzelnen Yamaha-Effekte konnten in das Board integriert werden, wobei Stromversorgung und Signalführung innerhalb des Systems organisiert wurden.
- Zeitgenössische Fachberichte beschreiben unter anderem die Möglichkeit, die Reihenfolge der Effekte zu verändern und über zusätzliche Anschlüsse komplexere Signalwege aufzubauen.
- Das System war für seine Zeit technisch ausgesprochen ambitioniert.
”Wenn ich heute daran zurückdenke, bekommt dieses Gerät deshalb eine doppelte Bedeutung”
- Einerseits war es Bestandteil meiner persönlichen musikalischen Ausstattung.
- Andererseits steht es geradezu exemplarisch für die technische Welt, in der ich damals als Musiker unterwegs war.
- Heute würde man vielleicht einfach ein modernes Multieffektgerät anschließen, ein Preset auswählen und verschiedene Verstärker- und Effektmodelle abrufen.
”Damals musste man wesentlich stärker verstehen, wie eine Signalkette funktioniert”
- Welche Effekte kommen zuerst?
- Wo sitzt der Verzerrer?
- Wo wird moduliert?
- Wie wird das Signal weitergeleitet?
- Wie verändert ein anderer Verstärker das Ergebnis?
- Das Yamaha-System steht damit auch für eine Zeit, in der Gitarristen ihren eigenen Sound noch sehr stark aus einzelnen technischen Bausteinen zusammensetzten.
”Meine Fender Stratocaster und die Welt des klassischen Gitarrensounds”
- Auch meine Fender Custom ’55 Stratocaster gehört zu den Instrumenten, die ich beim Musikhaus Hermann gekauft habe.
- Die Stratocaster gehört zu den prägendsten Konstruktionen der elektrischen Gitarrengeschichte.
- Das historische Design der 1950er-Jahre steht für den charakteristischen Fender-Aufbau, den hellen Single-Coil-Sound und eine Konstruktion, die bis heute unzählige Gitarristen beeinflusst.
- Für meine eigene Geschichte ist aber noch etwas anderes wichtig.
”Eine Gitarre wie die Stratocaster ist nicht einfach nur ein Instrument, das einen bestimmten Klang produziert”
- Sie beeinflusst die Spielweise.
- Das Halsgefühl, die Mensur, die Tonabnehmer, das Tremolo System und die gesamte Ergonomie bestimmen, wie ein Gitarrist mit dem Instrument arbeitet.
- Wenn ich diese Stratocaster heute neben meinen anderen Gitarren betrachte, wird deutlich, wie unterschiedlich die großen Gitarrenkonzepte eigentlich sind.
- Die Stratocaster steht für Fender, Single-Coil-Klang und eine eher klare, direkte Ansprache.
- Die später hinzugekommene Gibson Les Paul Goldtop repräsentiert dagegen eine völlig andere Konstruktion und Klangphilosophie.
- Schon an diesen beiden Gitarren lässt sich deshalb ein Stück Musikgeschichte ablesen.
”Marshall und die große Welt der Gitarrenverstärker”
- Zu meinen Erinnerungen an das Musikhaus Hermann gehören außerdem Marshall-Produkte.
- Bei Heinz habe ich auch die Marshall-Technik, darunter Topteil und Lautsprecherbox beziehungsweise Cabinet, noch beim Musikhaus Hermann gekauft.
- Das ist für die persönliche Geschichte besonders interessant, weil Marshall für Generationen von Gitarristen weit mehr als nur einen Verstärker Hersteller dargestellt hat.
- Der Verstärker wurde selbst zum Bestandteil des Instruments.
- Eine elektrische Gitarre erzeugt schließlich nicht allein den endgültigen Klang.
- Das elektrische Signal wird vom Tonabnehmer aufgenommen, durchläuft gegebenenfalls Effektgeräte und gelangt anschließend in den Verstärker und die Lautsprecher.
”Jeder dieser Bestandteile verändert das Ergebnis”
- Bei einem klassischen Marshall-Setup kommt noch die besondere Bedeutung der Lautsprecherbox hinzu.
- Ein Top Teil und eine 4×12-Box bilden gemeinsam ein System, dessen Klangcharakter nicht allein durch die Elektronik des Verstärkers bestimmt wird.
- Lautsprecher, Gehäuse, Lautstärke und Raum spielen ebenfalls eine Rolle.
- Für einen Gitarristen der 1980er-Jahre war ein solches Setup deshalb nicht einfach nur eine technische Anschaffung.
- Es war ein Statement über den eigenen musikalischen Sound.
“Vom Musikhaus Herrmann zur nächsten Generation des Musikfachhandels”
- Meine Geschichte endet allerdings nicht mit dem Musikhaus Hermann.
- Nach der Schließung beziehungsweise dem Übergang zur nächsten Phase des Erkelenzer Musikfachhandels setzte sich meine persönliche Verbindung zur Stadt fort.
- Später kaufte ich weitere Geräte beim Musik-Center Erkelenz.
- Ein konkretes Beispiel ist mein Fender Cyber Deluxe.
- Damit verschiebt sich auch die technische Zeitlinie.
- Während Yamaha SB-200, klassische Fender-Gitarre und die frühe Marshall-Ausstattung noch stark mit der analogen Gitarrenwelt der 1980er-Jahre verbunden sind, gehört der Cyber Deluxe bereits in eine Epoche, in der digitale Signalverarbeitung eine immer größere Rolle spielte.
”Das heutige Musik-Center Erkelenz firmiert als Musik-Center Erkelenz Heribert Beyers e.K. und befindet sich an der Neusser Straße 47 in Erkelenz”
- Als Inhaber wird Heribert Beyers angegeben.
- Das Unternehmen führt insbesondere Gitarren, Ukulelen, Verstärker und Zubehör und bietet außerdem Reparatur- und Serviceleistungen an.
”Interessant ist dabei auch das heutige Selbstverständnis des Fachgeschäfts”
- Das Musik-Center beschreibt seine Position ausdrücklich über Beratung, Fachwissen, Reparaturservice sowie den Verleih von Ton- und Lichtanlagen und grenzt sich damit vom reinen Preiskampf des Onlinehandels ab.
- Damit schließt sich für mich ein Kreis.
- Denn genau diese persönliche Beratung und der praktische Umgang mit Instrumenten waren bereits für meine Generation ein wichtiger Bestandteil des Musikfachhandels.
“Der Fender Cyber Deluxe als Zeichen einer neuen technischen Zeit”
- Der Fender Cyber Deluxe gehört technisch in eine völlig andere Epoche.
- Das Servicemanual trägt das Datum Januar 2002 und dokumentiert damit die zeitliche Einordnung des Modells.
- Mit solchen Modeling-Verstärkern veränderte sich die Beziehung zwischen Gitarrist und Verstärker.
- Ein Verstärker musste nicht mehr ausschließlich eine bestimmte analoge Schaltung repräsentieren.
- Digitale Signalverarbeitung eröffnete die Möglichkeit, unterschiedliche Verstärkercharakteristiken und Effekte in einem System abzubilden.
”Für Musiker bedeutete das vor allem Flexibilität”
- Ein einziges Gerät konnte wesentlich mehr unterschiedliche Klangwelten abdecken, als dies bei vielen traditionellen Verstärkern möglich war.
- Wenn ich den Cyber Deluxe neben meinem alten Yamaha SB-200 betrachte, sehe ich deshalb nicht einfach zwei technische Geräte.
- Ich sehe zwei unterschiedliche Epochen der Musiktechnik.
- Das Yamaha-System steht für modulare analoge Effekttechnik.
- Der Cyber Deluxe steht für die zunehmende Digitalisierung des Gitarrensounds.
“Meine Gibson Les Paul Goldtop – eine zweite große Gitarrenwelt”
- Zu meiner Ausstattung gehört außerdem eine Gibson 1957 Les Paul Goldtop.
- Damit kommt neben der Fender-Stratocaster-Tradition die zweite große Säule der klassischen amerikanischen E-Gitarre hinzu.
”Die historische Les Paul Goldtop der 1950er-Jahre unterscheidet sich konstruktiv und klanglich deutlich von der Stratocaster”
- Während Fender mit der Stratocaster stark auf einen klaren, direkten Single-Coil-Sound setzte, entwickelte Gibson mit der Les Paul eine massiv gebaute Gitarre mit Mahagonikorpus, Ahorndecke und später Humbuckern.
- Gerade das Jahr 1957 ist für die Geschichte der Les Paul besonders interessant, weil Gibson ab dieser Zeit PAF-Humbucker einsetzte.
- Diese Tonabnehmer wurden zu einem wichtigen Bestandteil des klassischen Gibson-Sounds und prägten die Entwicklung der elektrischen Gitarre nachhaltig.
- Damit stehen meine beiden Gitarren gewissermaßen für zwei unterschiedliche Traditionslinien der amerikanischen Gitarrenbaugeschichte.
- Die Fender Stratocaster und die Gibson Les Paul gehören bis heute zu den bekanntesten und meist kopierten Grundkonzepten der E-Gitarre.
- Für mich sind sie gleichzeitig reale Bestandteile meiner eigenen musikalischen Geschichte.
“Der Roland JC-120 und die andere Seite des Gitarrensounds”
- Ein weiteres wichtiges Gerät in meiner Ausstattung ist der Roland JC-120 Jazz Chorus.
- Dieser Verstärker steht wiederum für eine völlig andere Klangästhetik.
- Der JC-120 wurde bereits in den 1970er-Jahren eingeführt und entwickelte sich besonders wegen seines klaren, unverzerrten Transistorsounds und seines charakteristischen Chorus-Effekts zu einem bekannten Gitarrenverstärker.
- Gerade der Vergleich mit Marshall macht die Vielfalt meiner Ausstattung deutlich.
- Marshall steht in meiner Sammlung für den kraftvollen, britisch geprägten Röhrenverstärker-Sound.
- Der Roland JC-120 steht dagegen für Klarheit, Dynamik und den räumlichen Chorus-Klang.
- Damit wird deutlich, dass es mir offenbar nie ausschließlich um eine bestimmte technische Schule ging.
- Unterschiedliche Verstärker konnten unterschiedliche musikalische Aufgaben erfüllen.
“Die Fender CD-60 und die akustische Seite meiner Musik”
- Meine Ausstattung umfasst außerdem eine Fender CD-60.
- Damit kommt neben den elektrischen Gitarren auch die akustische Gitarre in diese persönliche Zeitlinie.
”Eine Westerngitarre erfüllt musikalisch andere Aufgaben als eine Stratocaster oder eine Les Paul”
- Sie benötigt keinen Verstärker, keine Effektkette und keine komplexe Signalverarbeitung, um musikalisch zu funktionieren.
- Gerade deshalb gehört eine akustische Gitarre für viele Musiker zu den wichtigsten Instrumenten überhaupt.
- Sie funktioniert als Begleitinstrument, beim Songwriting, beim Üben und natürlich auch auf der Bühne.
- In meiner persönlichen Sammlung zeigt die CD-60 deshalb noch einmal eine andere Seite meiner musikalischen Entwicklung.
- Musik ist nicht ausschließlich die Suche nach möglichst komplexem Equipment.
- Manchmal reicht eine Gitarre, ein paar Akkorde und eine Idee.
“Die Marshall-Entwicklung geht weiter”
- Besonders spannend ist für mich rückblickend die Entwicklung meiner Marshall-Ausstattung.
- Denn die Geschichte beginnt für mich mit den Marshall-Produkten, die ich noch beim Musikhaus Hermann kaufte, und führt später zu modernen Geräten wie dem Marshall JVM205H.
- Der JVM205H gehört zu einer wesentlich moderneren Generation von Röhrenverstärkern.
- Das 50-Watt-Topteil verbindet klassische EL34-Röhrentechnik mit mehreren schaltbaren Klangvarianten und einer erheblich größeren Flexibilität als viele ältere Verstärkerkonzepte.
“Damit zeigt sich ein interessanter Punkt der Musiktechnik”
- Fortschritt bedeutet nicht automatisch, dass ältere Technologien verschwinden.
- Die Röhre blieb trotz der Digitalisierung interessant.
- Sie wurde technisch weiterentwickelt, flexibler gemacht und mit moderner Steuerung kombiniert.
- Der Gitarrist bekam dadurch mehr Möglichkeiten, ohne auf die grundsätzliche Klangcharakteristik der Röhrentechnik verzichten zu müssen.
- Mein Marshall MG412B 4×12 Cabinet ergänzt diese Entwicklung um die Lautsprecherseite.
- Auch hier wird deutlich, dass ein Gitarrensystem immer aus mehreren Komponenten besteht.
“Der Marshall SV20H und die Rückkehr zu historischen Sounds”
- Mit dem Marshall SV20H wird diese Geschichte noch interessanter.
- Dieses Top Teil aus der Studio-Vintage-Serie orientiert sich klanglich an der klassischen Plexi-Tradition und bringt deren Grundidee in ein kompakteres Format.
- Das ist geradezu typisch für die moderne Gitarrenwelt.
”Einerseits stehen heute digitale Modelling-Systeme zur Verfügung, die unzählige Klangvarianten ermöglichen”
- Andererseits werden Verstärker gebaut, die sich bewusst an historischen Schaltungen und Sounds orientieren.
- Die Technik bewegt sich deshalb nicht einfach von alt nach neu.
- Sie bewegt sich in mehrere Richtungen gleichzeitig.
- Moderne Digitaltechnik wird immer leistungsfähiger, während gleichzeitig historische Röhrenverstärker neu aufgelegt oder technisch angepasst werden.
- Gitarristen können deshalb heute zwischen extrem unterschiedlichen Konzepten wählen.
- Meine eigene Ausstattung bildet diese Entwicklung geradezu exemplarisch ab.
“Mehr als vier Jahrzehnte Gitarrentechnik in einer persönlichen Sammlung”
- Wenn ich meine Geräte zeitlich nebeneinanderstelle, ergibt sich ein bemerkenswertes Bild.
- Die Geschichte beginnt für mich in der Mitte der 1980er-Jahre mit meiner Verbindung zum Musikhaus Hermann und mit Instrumenten und Effekttechnik, die damals in meinem musikalischen Leben eine Rolle spielten.
- Das Yamaha SB-200 gehört als konkreter Kauf bei Heinz Hermann zu diesen Erinnerungen.
- Die Fender Stratocaster und die Marshall-Ausstattung gehören ebenfalls in diese frühere Phase meiner persönlichen Einkaufsgeschichte.
”Später kamen andere technische Generationen hinzu”
- Der Fender Cyber Deluxe, den ich beim Musik-Center Erkelenz gekauft habe, steht für die beginnende Dominanz digitaler Modeling-Technik.
- Die späteren Marshall-Geräte zeigen gleichzeitig, dass die klassische Röhrentechnik für mich keineswegs an Bedeutung verloren hat.
- Mit Fender, Gibson, Yamaha, Roland und Marshall befinden sich außerdem mehrere Hersteller in meiner persönlichen Sammlung, die jeweils ganz unterschiedliche Kapitel der internationalen Musiktechnik repräsentieren.
- Das macht aus meiner Ausstattung mehr als eine Ansammlung von Geräten.
- Sie bildet eine Art persönliches technisches Archiv.
“Die Bedeutung des Fachhandels hat sich verändert”
- Wenn man diese Geschichte mit dem heutigen Musikmarkt vergleicht, wird auch deutlich, wie stark sich der Handel verändert hat.
- In den 1980er-Jahren war das Musikgeschäft vor Ort eine der wichtigsten Möglichkeiten, Instrumente kennenzulernen.
- Heute kann praktisch jedes Instrument online bestellt werden.
- Preise lassen sich innerhalb von Sekunden vergleichen, Testberichte sind jederzeit verfügbar und Videos zeigen die unterschiedlichsten Geräte in Aktion.
“Trotzdem bleibt eine Sache unverändert”
- Ein Instrument ist kein gewöhnlicher Gebrauchsgegenstand.
- Eine Gitarre muss in der Hand liegen.
- Ein Hals fühlt sich unterschiedlich an.
- Ein Verstärker reagiert unterschiedlich auf Anschlag und Lautstärke.
- Ein Effektgerät verändert das Spielgefühl.
- Und manchmal entscheidet ein persönlicher Eindruck innerhalb weniger Sekunden darüber, ob ein Musiker mit einem Instrument überhaupt eine Verbindung aufbaut.
”Genau hier liegt die besondere Bedeutung eines Musikfachgeschäfts”
- Das heutige Musik-Center Erkelenz beschreibt Beratung und Reparatur ausdrücklich als zentrale Bestandteile seines Angebots.
- Das ist bemerkenswert, weil damit genau jene Dienstleistungen im Mittelpunkt stehen, die ein stationäres Fachgeschäft gegenüber dem anonymen Onlinekauf unterscheidbar machen.
“Meine persönliche Verbindung zu Erkelenz”
- Für mich bekommt diese Entwicklung eine zusätzliche Bedeutung, weil ich beide Phasen aus persönlicher Erfahrung kenne.
- Ich habe das Musikhaus Hermann mit Heinz Hermann erlebt.
- Ich habe dort Gitarre gelernt und mehrere wichtige Bestandteile meiner musikalischen Ausstattung gekauft.
”Später habe ich das Musik-Center Erkelenz erlebt und dort wiederum neue Technik gekauft”
- Damit verbindet sich meine eigene musikalische Entwicklung unmittelbar mit der Entwicklung des örtlichen Musikfachhandels.
- Es ist eine Geschichte, die nicht im Internet entstanden ist und auch nicht erst im Zeitalter digitaler Musikplattformen begonnen hat.
- Sie beginnt zu einer Zeit, in der man sich persönlich begegnete, Instrumente ausprobierte und Musik noch sehr viel stärker über Menschen, Geschäfte und die eigene praktische Erfahrung weitergegeben wurde.
“Die Musiktechnik hat sich verändert – die Faszination ist geblieben”
- Von der analogen Effekttechnik des Yamaha SB-200 bis zum digitalen Fender Cyber Deluxe, vom klassischen Fender-Stratocaster-Konzept über die Gibson Les Paul bis zum Roland Jazz Chorus und den verschiedenen Marshall-Röhrenverstärkern zeigt sich eine technische Entwicklung von mehr als vier Jahrzehnten.
“Doch trotz aller Veränderungen ist eine Sache gleich geblieben”
- Die Technik ist nur das Werkzeug.
- Der eigentliche Mittelpunkt bleibt die Musik.
- Ein Effektgerät kann den Klang verändern.
- Ein Verstärker kann ihn verstärken und färben.
- Eine Gitarre kann bestimmte Spielweisen ermöglichen.
- Aber am Ende entscheidet der Musiker darüber, was aus diesen Möglichkeiten entsteht.
”Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb sich Musiker oft so intensiv an bestimmte Instrumente erinnern”
- Man erinnert sich nicht nur an eine Marke oder ein Modell.
- Man erinnert sich daran, wo man es gekauft hat, wer einem das Instrument gezeigt hat, was man damals gespielt hat und welche musikalischen Vorstellungen man zu dieser Zeit hatte.
- Deshalb ist mein Yamaha SB-200 heute für mich nicht einfach ein altes Yamaha-Gerät.
- Es ist eine Erinnerung an eine bestimmte Zeit meines Lebens.
“Heinz Hermann als persönlicher Teil meiner musikalischen Geschichte”
- Wenn ich die Geschichte auf einen Menschen zurückführen müsste, wäre Heinz Hermann deshalb ein zentraler Name.
- Er war für mich nicht einfach der Betreiber eines Musikgeschäfts.
- Bei ihm habe ich Gitarre gelernt.
- Ich habe dort Instrumente kennengelernt und wichtige Teile meiner Ausstattung gekauft.
”Dadurch wurde das Musikhaus Hermann zu einem Bestandteil meiner persönlichen musikalischen Entwicklung”
- Zudem sind wir über Jahrzehnte hinweg gute Freunde geworden.
- Das ist eine Form von Erinnerung, die sich nicht vollständig aus Handelsregistern, Firmenchroniken oder Produktkatalogen rekonstruieren lässt.
- Die offiziellen Daten können uns sagen, wann ein Unternehmen existierte oder welche Produkte hergestellt wurden.
- Sie können aber nicht erzählen, wie es sich für einen jungen Musiker angefühlt hat, damals in ein Musikgeschäft zu gehen, eine Gitarre in die Hand zu nehmen und vielleicht zum ersten Mal zu merken, dass Musik zu einem wichtigen Teil des eigenen Lebens werden würde.
- Genau diese persönliche Ebene möchte ich in dieser Geschichte erhalten.
“Vom Musikhaus Hermann zum Musik-Center Erkelenz”
- Die Geschichte des Erkelenzer Musikfachhandels ist für mich deshalb gleichzeitig eine Geschichte des Wandels.
- Das frühere Musikhaus Hermann gehört zu einer Zeit, in der der persönliche Fachhandel für Musiker eine besonders wichtige Rolle spielte.
”Später entwickelte sich daraus die nächste Generation des Musikfachhandels in Form des Musik-Centers Erkelenz”
- Heute wird das Musik-Center Erkelenz von Heribert Beyers geführt und befindet sich an der Neusser Straße 47.
- Das Unternehmen konzentriert sich unter anderem auf Gitarren, Ukulelen, Verstärker und Zubehör und bietet Reparatur- und Serviceleistungen an.
- Damit ist der heutige Betrieb natürlich nicht einfach mit dem früheren Musikhaus Hermann gleichzusetzen.
- Eigentümer, Geschäftsstruktur, Standort und Zeitumstände gehören unterschiedlichen Phasen an.
”Persönlich verbindet mich aber die Tatsache, dass beide Stationen Teil meiner eigenen musikalischen Geschichte in Erkelenz geworden sind”
- Und genau diese Unterscheidung ist mir wichtig.
- Es geht nicht darum, historische Zusammenhänge künstlich größer zu machen, als sie tatsächlich sind.
- Es geht darum, meine eigene Geschichte so zu erzählen, wie ich sie erlebt und über Jahrzehnte hinweg erinnert habe.
“Ein persönliches Archiv der Musikgeschichte”
- Wenn ich heute meine Instrumente und Verstärker betrachte, sehe ich deshalb gleichzeitig mehrere Jahrzehnte Musikgeschichte.
- Ich sehe die Zeit der analogen Effektgeräte.
- Ich sehe die klassischen Fender- und Gibson-Konzepte.
- Ich sehe die große Zeit der Marshall-Verstärker.
- Ich sehe den Roland JC-120 und den unverwechselbaren Chorus-Sound.
- Ich sehe die Entwicklung zum digitalen Modeling.
- Und ich sehe gleichzeitig, dass hochwertige Röhrenverstärker bis heute ihren festen Platz behalten haben.
”Meine Geräte sind damit gewissermaßen kleine Zeitzeugen”
- Das Yamaha SB-200 verweist auf die frühe PSE-Ära von Yamaha.
- Die Stratocaster verweist auf die Fender-Tradition.
- Die Les Paul Goldtop führt zurück zur Gibson-Geschichte der 1950er-Jahre.
- Der Roland JC-120 steht für die Entwicklung hochwertiger Transistorverstärker.
- Der Cyber Deluxe dokumentiert den Schritt in die digitale Modeling-Welt.
- Die Marshall-Geräte verbinden klassische britische Röhrentradition mit moderner Verstärkertechnik.
- Und hinter all diesen technischen Daten steht immer meine eigene Geschichte.
“Die Verbindung von Musik, Technik und Erinnerung”
- Vielleicht ist das letztlich der interessanteste Teil dieser gesamten Betrachtung.
- Wenn man jung ist, denkt man beim Kauf eines Instruments meistens nicht darüber nach, dass man Jahrzehnte später noch genau wissen wird, wo man es gekauft hat.
- Man denkt auch nicht daran, dass ein Effektgerät irgendwann einmal zu einem historischen Stück Technik werden könnte.
”Man kauft es, weil man Musik machen möchte”
- Erst viele Jahre später erkennt man, dass sich an diesen Geräten die eigene Vergangenheit ablesen lässt.
- Bei mir führt diese Erinnerung nach Erkelenz zurück.
- Zum Musikhaus Hermann.
- Zu Heinz Hermann.
- Zu meiner ersten intensiven Beschäftigung mit Gitarre.
- Zum Yamaha SB-200.
- Zur Fender Stratocaster.
- Zu Marshall und zu den vielen Stunden, in denen Musik und Technik miteinander verbunden waren.
”Später führt die Geschichte weiter zum Musik-Center Erkelenz und zu Geräten wie dem Fender Cyber Deluxe”
- Und heute kann ich diese Entwicklung mit dem Abstand vieler Jahrzehnte betrachten.
- Das verändert auch den Blick auf die eigene Sammlung.
- Aus einzelnen Instrumenten wird eine Chronologie.
- Aus technischen Geräten werden Erinnerungen.
- Aus einem Musikgeschäft wird ein Stück persönlicher Lebensgeschichte.
“Mein persönliches Fazit dieser Zeitreise”
- Meine musikalische Geschichte in Verbindung mit Erkelenz lässt sich deshalb nicht auf einen einzelnen Kauf und auch nicht auf ein einzelnes Musikgeschäft reduzieren.
- Sie beginnt für mich mit Heinz Hermann und dem Musikhaus Hermann, das in meiner Erinnerung einen wichtigen Platz in meiner musikalischen Entwicklung einnimmt.
- Dort habe ich Gitarre gelernt und dort habe ich mehrere wichtige Bestandteile meiner damaligen Ausstattung gekauft.
- Das Yamaha SB-200 ist dabei ein besonders konkreter und historisch gut einzuordnender Erinnerungsanker.
- Später setzte sich meine Verbindung zum Erkelenzer Musikfachhandel mit dem Musik-Center Erkelenz fort.
- Dort kaufte ich unter anderem den Fender Cyber Deluxe und erlebte damit bereits eine ganz andere Generation von Verstärkertechnik.
- Meine gesamte Ausstattung reicht darüber hinaus von klassischen Fender- und Gibson-Gitarren über Yamaha-Effekttechnik und den Roland JC-120 bis zu verschiedenen Marshall-Verstärkern.
- Dadurch lässt sich an meiner persönlichen Sammlung eine Entwicklung nachvollziehen, die von den 1980er-Jahren bis in die moderne Gitarrentechnik reicht.
”Das Faszinierende daran ist für mich heute nicht der materielle Wert einzelner Geräte”
- Es ist die Geschichte dahinter.
- Jede Gitarre, jeder Verstärker und jedes Effektgerät gehören zu einer bestimmten Zeit.
- Manche Geräte erinnern an bestimmte Menschen, andere an bestimmte musikalische Phasen.
- Manche stehen für technische Entwicklungen, andere einfach für den persönlichen Geschmack.
- Und genau deshalb ist diese Geschichte für mich mehr als eine Geschichte über Musikinstrumente in Erkelenz.
- Es ist ein Stück meiner eigenen musikalischen Biografie.
- Eine Biografie, die bei einem kleinen Musikfachgeschäft und einem Menschen namens Heinz Hermann einen wichtigen Ausgangspunkt hatte, später über das Musik-Center Erkelenz weiterlief und sich bis heute in meinen Instrumenten, Verstärkern und Erinnerungen widerspiegelt.
“Mehr als vier Jahrzehnte Musik, Gitarren, Verstärker und Erinnerungen”
- Wenn ich am Ende dieser Zeitreise noch einmal auf meine Ausstattung schaue, wird mir besonders deutlich, wie viel sich in mehr als vier Jahrzehnten verändert hat.
- Die Technik wurde digitaler.
- Die Möglichkeiten wurden größer.
- Verstärker wurden programmierbarer.
- Effektgeräte wurden leistungsfähiger.
- Informationen sind heute praktisch überall verfügbar.
- Musiker können ihre Sounds mit wenigen Geräten und teilweise sogar vollständig digital erzeugen.
- Und trotzdem besitzt die alte Idee des Musikfachgeschäfts weiterhin einen besonderen Wert.
”Ein Musiker möchte manchmal nicht nur einen Verstärker bestellen”
- Er möchte ihn hören.
- Er möchte eine Gitarre in die Hand nehmen.
- Er möchte jemanden fragen, der Erfahrung damit hat.
- Er möchte wissen, wie sich ein Instrument im echten Leben anfühlt.
- Genau deshalb bleibt meine Erinnerung an das Musikhaus Hermann so lebendig.
- Und genau deshalb ist auch das heutige Musik-Center Erkelenz für mich nicht einfach irgendein Musikgeschäft.
- Es ist Teil einer Geschichte, die ich selbst über viele Jahre erlebt habe.
”Meine Instrumente und Verstärker sind damit letztlich mehr als technische Gegenstände”
- Sie sind Wegmarken.
- Wegmarken einer musikalischen Entwicklung, die in Erkelenz mit Heinz Hermann und dem Musikhaus Hermann einen wichtigen Abschnitt hatte, später mit dem Musik-Center Erkelenz weiterging und bis heute in meiner persönlichen Sammlung und meinen Erinnerungen weiterlebt.



