Erinnerungen an meine Kindheit – 1972 und 1973
„Ein Stück meiner Kindheit“
- Ich erinnere mich noch heute gerne an die Modellbahnanlage, die mein Vater Ralf 1972 unter dem Dach unseres Hauses in Heinsberg-Randerath aufbaute.
- Wir hatten damals in der Feldstraße ein ehemaliges Hutgeschäft gekauft. Unter dem Dach entstand meine eigene kleine Eisenbahnwelt – eine Arnold-Rapido-Anlage in Spur N.
- Was zunächst mit zwei kleinen Gleiskreisen und einigen Weichen begann, entwickelte sich zu einer Anlage, die mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.
„Mein Bahnhof und die großen Glashallen“
- Besonders beeindruckend war für mich der große Bahnhof, den ich als Bonner Hauptbahnhof in Erinnerung habe.
- Die Personenbahnsteige waren vollständig von einer durchsichtigen Glashalle überdeckt. Daneben gab es zusätzliche Gleise für den Güterverkehr.
- Mehrere ineinanderliegende Fahrkreise ermöglichten es uns, unterschiedliche Züge gleichzeitig auf der Anlage fahren zu lassen.
„Das große Bahnbetriebswerk“
- Ein ganz besonderer Bereich war das Bahnbetriebswerk für die Dampflokomotiven.
- Dort standen drei miteinander verbundene Ringlokschuppen, die zusammen eine halbovale Form bildeten. Davor befand sich eine große Drehscheibe, die wir von Hand bedienen konnten.
- Auch eine Bekohlungsanlage und eine Entschlackungsgrube gehörten dazu. Mein Vater begeisterte sich sehr für Dampflokomotiven – und ich glaube, dass diese Leidenschaft auch die Gestaltung unserer Anlage beeinflusste.
„Die elektrischen Lokomotiven“
- Neben dem Dampflokbereich gab es drei weitere Schuppen für Elektrolokomotiven.
- Die Schuppen waren über Gleise erreichbar. Besonders faszinierend fand ich die Tore, die sich nach dem Einfahren einer Lokomotive selbstständig schlossen.
- Zu unseren Lokomotiven gehörte auch eine elektrische Lok der Deutschen Bundesbahn, die Baureihe 103.
„Meine Züge und die Glaskuppel“
- Ich erinnere mich an einen längeren Zug mit insgesamt zehn Wagen.
- Darunter befand sich ein Wagen, den ich mit Fahrrädern oder Ladegut verbinde. Besonders auffällig war außerdem ein Wagen mit einer erhöhten Glaskuppel.
- Die genaue Zusammenstellung dieses Zuges möchte ich noch anhand historischer Arnold-Kataloge überprüfen. Die Erinnerung an den Zug und seine besondere Form ist jedoch geblieben.
„Das selbstgebaute Stellpult“
- Unsere Modellbahn wurde analog gesteuert. Wir hatten mehrere Weichen, verschiedene Fahrkreise und unterschiedliche Lokomotiven.
- Dazu gehörte ein selbstgebautes Stellpult, über das wir die Anlage bedienten. Auch Arnold-Weichenschalter könnten dabei eine Rolle gespielt haben.
- Wie genau das Bedienpult aufgebaut war, möchte ich noch weiter rekonstruieren.
„Grüne Landschaften und bunte Häuser“
- Die Anlage bestand nicht nur aus Gleisen und Lokomotiven. Es gab viel Grün, Bäume, zahlreiche farbige Häuser und eine gestaltete Landschaft.
- Da die Modellbahn an einer Wand stand, war die Rückwand mit einer Fototapete beklebt. Dadurch entstand der Eindruck einer weiterführenden Landschaft hinter den Gleisen.
- Für mich war das eine richtige kleine Welt, in der immer etwas unterwegs war.
„Mein Vater und seine Leidenschaft“
- Mein Vater war ein begeisterter Eisenbahnfreund, besonders wenn es um Dampflokomotiven ging.
- Diese Begeisterung begleitete ihn noch viele Jahrzehnte. Später brachte ich ihn regelmäßig zur Selfkant Bahn, wo er häufig zwei bis drei Stunden blieb.
- Dort gab es auch eine große H0-Schauanlage, die mich ebenfalls beeindruckte. Nach meiner Erinnerung wurde diese eigenständige Modellbahnanlage gelegentlich abgebaut und zu größeren Modellbahn-Messen transportiert.
„Eine Erinnerung, die geblieben ist“
- Wenn ich heute an unsere Arnold-Rapido-Anlage zurückdenke, erinnere ich mich nicht nur an Gleise, Gebäude und Lokomotiven.
- Ich denke auch an die gemeinsame Zeit mit meinem Vater. Die Modellbahn war ein Teil meiner Kindheit und ein Stück unserer Familiengeschichte.
- Viele Einzelheiten möchte ich noch anhand alter Kataloge, Fotos und meiner Erinnerungen überprüfen. Aber eines steht für mich fest: Diese Eisenbahnwelt auf unserem Dachboden ist bis heute ein besonderer Teil meiner persönlichen Geschichte.
„Wie aus den Erinnerungen eine eigene Leidenschaft wurde“
- Die Leidenschaft für die Modelleisenbahn begann für mich schon in meiner Kindheit.
- Mein Vater, der beruflich als Busfahrer unterwegs war, begeisterte sich ebenfalls für die Modellbahn.
- Durch ihn kam ich früh mit dieser faszinierenden Welt aus Lokomotiven, Waggons, Gleisen und elektrischen Schaltungen in Berührung.
- Natürlich lief damals nicht immer alles reibungslos.
- Wenn ich unter unserer großen Modellbahnplatte lag und Weichen, Entkupplungsgleise und Signale verdrahtete und verlötete, bekam ich schon einmal etwas heißen Lötzinn ins Gesicht.
- Manchmal war ich so frustriert, dass ich am liebsten den Lötkolben in die Ecke geworfen hätte.
- Mein Vater konnte darüber herzlich lachen.
- Doch genau diese Erlebnisse prägten mich.
„Aus dem Jungen, der unter der Anlage fluchte, wurde später selbst ein begeisterter Modellbahner“
- Die Faszination für die Technik, die Fahrzeuge und die vielen Möglichkeiten, eine eigene Eisenbahnwelt zu erschaffen, ließ mich nicht mehr los.
- Wie ernst es mir mit diesem Hobby war, zeigte sich später auch in Selfkant-Heilder:
- Dort hatte ich Modellbahnzubehör im Wert von rund 3.500 Euro zusammengetragen – teilweise gebraucht, teilweise noch originalverpackt.
- Das war nicht einfach nur eine Ansammlung von Kartons und Zubehör, sondern Ausdruck einer Leidenschaft, die mich seit meiner Kindheit begleitete.
- Wenn ich heute an diese Zeit zurückdenke, erinnere ich mich nicht nur an Lokomotiven, Waggons und die große Modellbahnplatte.
- Ich denke auch an meinen Vater, an seine Begeisterung und an die vielen Stunden, in denen ich selbst unter der Anlage gelegen habe.
- Aus diesen Erinnerungen ist eine Leidenschaft gewachsen, die weit über das reine Hobby hinausgeht.



