Mitte der 90er Jahre – Als Schäferhündinnen und Schäferhunde mehr waren als nur Hunde!
”Es war Mitte der 90er Jahre – eine Zeit, in der die Ausbildung von Schäferhunden für viele Menschen weit mehr war als ein Hobby”
- Mein Name ist Jakob Diener, ich bin nicht nur freiberuflicher Redakteur und Journalist, sondern ich war Mitte der 90er Jahre spezialisiert auf die Ausbildung von Schäferhunden mit verschiedenen Schutzhund-Klassen.
”Auf den Trainingsplätzen begann der Tag häufig schon in den frühen Morgenstunden”
- Das Gras war noch feucht vom Tau, während konzentrierte Hunde gemeinsam mit ihren Hundeführern trainierten.
- Damals ging es nicht allein um Kommandos oder Prüfungen.
- Es ging um Vertrauen, Disziplin und um eine Verbindung, die über Jahre hinweg wachsen konnte.
”Der deutsche Schäferhund”
- Der Deutsche Schäferhund entwickelte sich über Jahrzehnte zu einer der bekanntesten Gebrauchshunderassen weltweit.
- Seine Intelligenz, Belastbarkeit, Lernfähigkeit und Arbeitsbereitschaft machten ihn zu einem Hund, der sowohl in Familien als auch bei staatlichen Behörden eine bedeutende Rolle spielte.
- Polizei, Zoll, Grenzschutz und weitere Sicherheitsbereiche setzten über viele Jahre verstärkt auf Schäferhunde, weil sie sich durch ihre Vielseitigkeit und ihre außergewöhnliche Bindung an den Menschen auszeichneten.
“Die Ausbildung”
- Die Ausbildungsstufen vom Schutzhund bis zum professionellen Diensthund.
- Die klassische Ausbildung begann häufig mit den Grundlagen der Begleithundeausbildung.
- Bereits hier wurde großer Wert auf Gehorsam, Konzentration und kontrolliertes Verhalten gelegt.
- Die Hunde erlernten Fußarbeit, Sitz, Platz, Abruf sowie ein sicheres Verhalten in Alltagssituationen.
- Nach dieser Grundausbildung folgten die eigentlichen Leistungs- und Stufen der Ausbildung zum Schutzhund.
”Die damaligen Schutzhundklassen wurden später durch moderne Prüfungsformen weiterentwickelt und international angepasst”
- Die Ausbildung gliederte sich grundsätzlich in drei wichtige Bereiche.
- Dazu gehörten die Fährtenarbeit, die Unterordnung und der Schutzdienst.
- Die Fährtenarbeit trainiert die Fähigkeit des Hundes, menschliche Spuren über längere Strecken präzise aufzunehmen und Gegenstände zu identifizieren.
- Die Unterordnung konzentrierte sich auf exakte Kommandos und kontrolliertes Verhalten.
- Im Schutzdienst standen Belastbarkeit, Konzentration und kontrollierte Reaktionen unter Stresssituationen im Vordergrund.
“Besonders leistungsfähige Hunde konnten später zusätzliche Spezialisierungen erreichen”
- Rauschgiftspürhund, Sprengstoffspürhund, Personenspürhund, Bargeldspürhund, Fährtenhund, Leichenspürhund, Schutzhund für Sicherheitsaufgaben sowie weitere Such- und Spezialhunde.
”Die Spezialisierungen für Polizei, Zoll und Behörden”
- Bei Behörden begann die eigentliche Spezialausbildung erst nach einer erfolgreichen Grundausbildung.
- Die Hunde wurden dabei auf bestimmte Einsatzbereiche vorbereitet und intensiv getestet.
- Polizeihunde wurden unter anderem für Täterverfolgung, Personensuche, Schutzaufgaben und Spurensicherung eingesetzt.
- Zollhunde spezialisierten sich häufig auf die Suche nach Betäubungsmitteln, Bargeld, Tabakwaren und weiteren Gütern von Schmugglern.
- Grenzschutz- und Sicherheitsbehörden nutzten Hunde für Geländesuche, Objektschutz und Sicherheitskontrollen.
”Besonders wichtig waren Eigenschaften wie Nervenstärke, Aufmerksamkeit, Arbeitsfreude, Belastbarkeit, soziale Sicherheit und eine außergewöhnliche Bindung an den Hundeführer.
- Ein Diensthund muss nicht nur leistungsstark sein.
- Er musste gleichzeitig in hektischen Situationen kontrolliert und präzise reagieren können.
“Historische Ausbildungskosten in den 90er Jahren”
- Mitte der 90er Jahre unterschieden sich die Kosten erheblich zwischen einer normalen Schutzhundausbildungen und einer hoch spezialisierten Ausbildung für Behörden oder Sicherheitsbereiche.
- Normale Schutzhund- oder Gebrauchshundeausbildung bei Vereinen oder privaten Ausbildungsstellen bewegte sich häufig zwischen etwa 1.500 und 4.000 Deutschen Mark.
”Fortgeschrittene Ausbildung mit zusätzlichen Prüfungen und erweiterten Leistungsstufen lag häufig zwischen etwa 4.000 und 8.000 Deutschen Mark”
- Behördliche Ausbildung für Polizei, Zoll oder Grenzschutz einschließlich Schutzdienst und Spezialisierungen erreichte häufig Werte zwischen etwa 8.000 und 20.000 Deutschen Mark.
- Sehr spezialisierte Diensthunde mit zusätzlichen Such- oder Sicherheits-Fähigkeiten konnten damals Gesamtkosten von etwa 15.000 bis über 30.000 Deutschen Mark erreichen.
- Die tatsächlichen Kosten unterschieden sich je nach Ausbildungsdauer, Spezialisierung, Einsatzbereich und individuellen Anforderungen erheblich.
”Spezialhunde für Familien mit besonderen Sicherheitsanforderungen”
- Neben Behörden existierten auch Ausbildungsbereiche für Familien mit erhöhten Sicherheitsanforderungen.
- Dabei handelte es sich nicht um klassische Polizeihunde oder aggressive Schutzsysteme, sondern um kontrollierte Familien- und Sicherheitsbegleiter.
”Im Mittelpunkt standen Familienintegration, absolute Alltagssicherheit, hohe Reizkontrolle, Aufmerksamkeit und zuverlässiges Verhalten in unterschiedlichen Situationen”
- Trainiert wurden beispielsweise Verhalten in Menschenmengen, Objektschutz, kontrolliertes Schutzverhalten auf Kommando sowie hohe Führbarkeit im Alltag.
- Mitte der 90er Jahre lagen solche erweiterten Spezialausbildungen häufig im Bereich zwischen 10.000 und 25.000 Deutschen Mark.
- Sehr aufwändige Einzelfälle mit zusätzlichen Sicherheitsanforderungen konnten darüber hinausgehen.
“Erinnerungen an eine besondere Zeit”
- Wenn ich heute an die Mitte der 90er Jahre denke, bleiben nicht die Zahlen oder Prüfungen im Gedächtnis.
”Es sind vielmehr die Bilder, die bis heute lebendig geblieben sind”
- Das feuchte Gras am frühen Morgen konzentrierte Schäferhündinnen und Schäferhunde auf dem Trainingsplatz und dieses besondere Gefühl, wenn Mensch und Hund sich verstanden, ohne ein einziges Wort zu sprechen.
- Damals wie heute entstand ein wirklich guter Schutzhund nicht durch Härte oder Druck.
- Er entstand durch Geduld, Zeit, Vertrauen und durch eine Partnerschaft, die stärker wurde als jedes einzelne Kommando.


