”Geburt und frühe Kindheit in Düsseldorf-Lierenfeld”
- Ich wurde 1962 im Düsseldorfer Stadtteil Lierenfeld geboren, in einer Zeit, in der das Rheinland vom Wiederaufbau, von Industrie und von einem starken Gemeinschaftsgefühl geprägt war.
”Meine Eltern”
- Meine Eltern arbeiteten beide bei der Rheinbahn
- Mein Vater als Straßenbahnfahrer, meine Mutter als Kassiererin.
- Der öffentliche Nahverkehr, Schichtdienst, Pünktlichkeit und Disziplin bestimmten ihren Alltag.
- Musik spielte in unserem Zuhause dennoch eine leise, aber stetige Rolle, vor allem durch meine Mutter.
- Meine Mutter hat selbst als Musikerin auf Hochzeiten gespielt.
- Noch wusste ich nicht, dass genau diese Mischung aus Ordnung, Rhythmus und Klang später mein ganzes Leben bestimmen würde.
“Der Umzug von Düsseldorf-Lierenfeld in den Kreis Heinsberg – Ein neues Lebensgefühl”
- Einige Jahre später zog meine Familie in den Kreis Heinsberg, den westlichsten Landkreis Deutschlands.
“Der Kreis Heinsberg”
- Gelegen im Regierungsbezirk Köln, eingebettet in das Rurtal und geprägt durch seine Nähe zu den Niederlanden, steht diese Region für weite Landschaften, dörfliche Strukturen und eine sehr enge Gemeinschaft.
- Hier hat sich mein Blick auf die Welt geändert.
- Aus der Großstadt wurde ländliche Weite, aus Straßenbahnlärm wurde Vogelgezwitscher, aus urbanem Tempo wurde ein ruhigeres, aber intensives Leben.
“Schuljahre und Kindheit in Heinsberg‑Randerath”
Randerath
- Unser neues Zuhause wurde Randerath, ein kleiner, historisch gewachsener Ortsteil von Heinsberg mit Wurzeln bis in die Steinzeit und mittelalterliche Dorfstruktur.
- Hier besuchte ich die Grundschule und erlebte eine Kindheit, die von Nachbarschaft, Natur und Gemeinschaft geprägt war.
- Randerath war kein Ort der Hektik, sondern ein Ort des Aufwachsens, Beobachtens und Träumens.
- Rückblickend war es genau diese Umgebung, die meine Fantasie und meine Sensibilität für Klänge, Geräusche und Stimmungen schärfte.
Oberbruch
- Weiterführende Schule in Heinsberg‑Oberbruch und die Entdeckung meiner Interessen!
- Ab 1972 besuchte ich die damalige Gemeinschaftshauptschule in Oberbruch.
- Oberbruch ist ein industriell geprägter Stadtteil von Heinsberg, bekannt für seine enge Verbindung zwischen Arbeit, Schule und Gemeinschaft.
Glanzstoff
- Besonders geprägt durch das Industriegelände der Firma Glanzstoff.
- Die Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG (später Glanzstoff AG) war ein bedeutender deutscher Produzent für Glasfaser, dessen Stammwerk sich im Heinsberger Stadtteil Oberbruch befand.
- Hier zeigte sich deutlich, wo meine Stärken lagen:
”Mathematik und Musik”
- Deutsch und Englisch hingegen waren Fächer, mit denen ich mich schwer tat.
- Dennoch blieb mir besonders meine Englischlehrerin Frau Jansen in Erinnerung, weil sie mich an eine junge Juliane Werding erinnerte, die ich Jahre später persönlich kennenlernen sollte.
”Heinsberg-Dremmen”
- Unser Haus in Heinsberg-Dremmen – Der Ort vieler Erinnerungen!
- Während meiner Schulzeit kauften meine Eltern ein Haus in Dremmen, einem ländlich geprägten Ortsteil mit starkem Vereinsleben und enger Nachbarschaft.
”Hier verbrachte ich meine Jugendjahre”
- Hier spielte sich mein Alltag zwischen Schule, Freunden, Billard und ersten musikalischen Versuchen ab.
- Und genau von hier aus nahm meine Oma mich eines Tages mit nach Erkelenz – ein Ausflug, der mein Leben verändern sollte.
”Heinz Hermann”
- Der entscheidende Tag in Erkelenz und die Begegnung mit Heinz Hermann.
- In Erkelenz lernte ich Heinz Hermann kennen, den Besitzer eines kleinen Musikgeschäfts nahe dem Marktplatz.
- Sein Laden war aufgeteilt in Tasteninstrumente und Schlagzeuge auf der einen Seite sowie Gitarren, Geigen und Verstärker auf der anderen.
”Meine Oma”
- Meine Oma kaufte mir dort eine rote Frames-E-Gitarre – sehr zum Missfallen meiner Eltern.
- Doch für mich war es der Beginn einer Leidenschaft, die nicht mehr aufzuhalten war.
- Heinz wurde zu einem Mentor, später zu einem Freund.
- Von ihm lernte ich nicht nur Akkorde, sondern ein Verständnis für Klang, Technik und Ausdruck.
”Das Yamaha SB-200 Effektboard”
- Das Yamaha-Effektboard und mein erster professioneller Klang.
- Einige Zeit später zeigte mir Heinz ein Gerät, das meine musikalische Wahrnehmung revolutionierte:
”Das Bord”

- Dieses modulare System erlaubte Klang-Kombinationen, die ich zuvor nie gehört hatte.
- Der Preis lag bei rund 5.500 D-Mark, eine enorme Summe.
- Heinz vertraute mir das Gerät dennoch an, mit der Vereinbarung, es über Auftritte abzubezahlen.
”Der erste Kontakt”
- Noch am selben Karnevalswochenende setzte ich es ein.
- Von diesem Moment an klang meine Gitarre nicht mehr wie die eines Anfängers, sondern wie die eines Musikers mit eigenem Sound.
- Proben, Freunde und erste Auftritte in und um Würselen
”Meine Kollegen”
- Mit Freunden wie Clemens, Manfred, Gerd und Hans probten wir regelmäßig in Kellerräumen.
- Diese Proben waren intensiv, diszipliniert und voller Leidenschaft.
”On Tour”
- Erste Auftritte führten uns in Kneipen, Säle und Karnevalsveranstaltungen, besonders im Raum Würselen.
- Hier lernte ich, ein Publikum zu lesen, spontan zu reagieren und musikalisch flexibel zu sein.
- Aus meinem Hobby wurde später Ernst, aus Spaß wurde Anspruch.
”Stahlbau Nießen”
- Der Abstecher ins Handwerk bei der Boverath.
- Parallel absolvierte ich eine Ausbildung im Stahlbau in Boverath.
- Die körperlich schwere Arbeit, insbesondere das Schweißen in engen Räumen, führte bei mir zu gesundheitlichen Problemen, die man umgangssprachlich als Schweißerlunge bezeichnet.
- Nach zweieinhalb Jahren musste ich die Ausbildung abbrechen.
- Rückblickend war dies der Moment, an dem ich mich endgültig für die Musik entschieden habe.
”Begegnungen mit großen Künstlern”
- Peter Maffay und Howard Carpendale.
- Im Laufe meiner Karriere traf ich Künstler, die ich zuvor nur aus Radio und Fernsehen kannte.
”Peter Maffay”
- Peter Maffay beeindruckte mich durch seine Disziplin, seine Bühnenpräsenz und seine Haltung zur Musik als Verantwortung.
”Howard Carpendale”
- Howard Carpendale wiederum zeigte mir, wie Professionalität und Lockerheit miteinander harmonieren können.
- Diese Begegnungen waren keine Fantreffen, sondern kollegiale Gespräche unter Musikern, die einander respektierten.
”Wenn Leidenschaft zum Beruf wird”
- Aus Proben wurden Programme, aus Auftritten regelmäßige Engagements, aus Begeisterung Professionalität.
- Ich lernte Technik, Organisation, Verhandlung und vor allem:
- Meinen eigenen Klang zu finden.
- All die Orte meines Lebens – Düsseldorf, Randerath, Oberbruch, Dremmen, Erkelenz, Würselen – waren keine Zufälle, sondern Bausteine meines Weges.
- Mein Leben als Berufsmusiker begann nicht mit einem Plan, sondern mit einer roten Gitarre, einer aufmerksamen Oma, einem engagierten Musikhändler und unzähligen Stunden in Kellern, Sälen und auf Bühnen.
”Und genau diese Chronologie macht meine Geschichte zu dem, was sie ist”
- Ein Leben, das von Musik getragen wurde.



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