”Warum ich nicht länger weggesehen habe”
- Irgendwann ist eine Grenze erreicht!
- Es gibt Momente, in denen man sich fragt, ob man schweigen soll – oder ob Schweigen irgendwann Mitschuld bedeutet.
”Ich habe lange gezögert”
- Mein Name ist Jakob Diener, ich bin nicht nur freiberuflicher Redakteur und Journalist, sondern auch Vater.
”Politische Auseinandersetzungen gehören zu einer Demokratie”
- Zuspitzung gehört dazu.
- Auch scharfe Worte.
- Doch was ich in den vergangenen Wochen beobachten musste, war keine normale politische Kritik mehr.
- Es war eine Entwicklung, die aus meiner Sicht eine klare Grenze überschritten hat.
”Eine Person – ich nenne sie bewusst bei ihnen Namen Sarah Shahzad – veröffentlichte wiederholt Videos, in denen die bekannte Parteivorsitzende Alice Weidel mit unbelegten Behauptungen und verzerrten Darstellungen überzogen wurde”
- Das war keine Debatte mehr.
- Das war ein Dauerbeschuss ohne sachliche Grundlage.
Und irgendwann stellt sich die Frage:
- Wie lange schaut man noch zu, bevor man Verantwortung übernimmt?
“Meinungsfreiheit ist kein Freibrief”
- Ich verteidige Meinungsfreiheit.
- Ohne sie gäbe es keine echte Demokratie.
- Doch Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass man Tatsachen beliebig verbiegen oder erfundene Behauptungen als Wahrheit verkaufen darf.
”Wer wiederholt falsche Darstellungen verbreitet, um eine Person politisch oder persönlich zu beschädigen, überschreitet eine Linie”
- Kritik muss argumentativ sein.
- Sie darf hart sein.
- Aber sie darf nicht bewusst irreführen.
- Wenn aus politischer Auseinandersetzung gezielte Stimmungsmache wird, verliert der Diskurs seine Substanz.
Demokratie lebt vom Streit – aber sie leidet unter bewusster Verzerrung.
“Wenn ein Kind Teil politischer Inszenierung wird”
- Was mich jedoch noch stärker bewegt hat, war ein anderer Aspekt.
- In nahezu allen Videos war ein sehr kleines Kind präsent.
”Ein Säugling, der die Tragweite dessen, was um ihn herum geschieht, nicht erfassen kann”
- Ein Kind, das nicht entscheiden kann, ob es Teil politischer Inhalte sein möchte.
- Ich bin Vater.
- Und für mich steht das Wohl eines Kindes über jeder politischen Botschaft.
”Ein Kleinkind gehört nicht in aufgeheizte Räume um jede Debatte”
- Es gehört nicht in digitale Daueröffentlichkeit.
- Es kann sich nicht schützen, nicht widersprechen, nicht einordnen.
- Wenn politische Emotionalisierung und ein schutzbedürftiges Kind zusammentreffen, dann halte ich es für legitim, zumindest eine Prüfung anzuregen.
- Nicht aus Angriffslust, sondern aus Verantwortung.
“Warum ich gehandelt habe”
- Die Entscheidung, eine Strafanzeige zu stellen, war kein spontaner Impuls.
- Sie war das Ergebnis von Abwägung.
- Ich habe nicht gehandelt, um jemanden öffentlich vorzuführen.
- Ich habe gehandelt, weil ich überzeugt bin, dass es Grenzen geben muss.
”Wenn niemand mehr widerspricht, verschieben sich diese Grenzen immer weiter”
- Wer öffentlich spricht, trägt Verantwortung für seine Worte.
- Wer Reichweite nutzt, trägt Verantwortung für die Wirkung.
- Und wer Kinder sichtbar in politische Inhalte einbindet, trägt eine doppelte Verantwortung.
- Wegsehen wäre für mich keine Option gewesen.
“Ein Zeichen gegen die Verrohung”
- Ich weiß, dass dieser Schritt diskutiert wird.
- Auf Twitter, auf Instagram und besonders auf Facebook.
- Vielleicht auch kritisiert.
- Das ist in Ordnung.
”Doch ich bin nicht bereit, mich an eine politische Kultur zu gewöhnen, in der persönliche Herabwürdigung und emotionale Eskalation als normal gelten”
- Man darf unterschiedlicher Meinung sein.
- Man darf sich leidenschaftlich streiten.
- Aber man darf nicht bewusst falsche Narrative streuen oder Schutzbefohlene in eine Öffentlichkeit ziehen, die sie nicht verstehen können.
- Ich habe diesen Schritt nicht aus Wut getan, sondern aus Überzeugung.
”Manchmal bedeutet Haltung eben, nicht länger wegzusehen”



Was hat ein Kind in der Politik zu suchen, ich meine nicht den Säugling.
Und wie kann ein Kind in der Öffentlichkeit sagen, ihre Eltern hätten ihre Zwillinge getötet.
Ich hätte genauso gehandelt wie Jaky