Läuft im Berliner Senat eigentlich noch alles richtig?

”Mit großem Unverständnis verfolge ich die aktuellen Berichte über die Ausgaben des Berliner Senats für den Christopher Street Day 2026”

  • Mein Name ist Jakob Diener, ich bin freiberuflicher Redakteur und Journalist aus NRW.

“Die Ausgaben”

  • Nach offiziellen Angaben wurden für die Kampagne rund 375.000 Euro in Form von Geld- und Sachleistungen bereitgestellt.
  • Allein die Senatskanzlei steuert etwa 140.000 Euro bei, weitere rund 235.000 Euro kommen über die Hauptstadt Marketing-Gesellschaft Berlin Partner hinzu.

“Der Truck”

  • Auf einem doppelstöckigen Truck mit Regenbogenfarben, LED-Wänden und dem Motto „Regenbogen Hauptstadt Berlin“ soll der Berliner Senat beim CSD präsent sein.
  • Natürlich darf in einer freien Gesellschaft jeder Mensch so leben, wie er möchte, und jeder hat das Recht auf Respekt und Gleichbehandlung.

“Doch die Frage bleibt”

  • Sind solche Ausgaben in der aktuellen Lage wirklich die richtige Priorität?

“Deutschland hat dringende Probleme die zu lösen sind”

  • Während Hunderttausende Euro für Symbolpolitik ausgegeben werden, kämpfen viele Menschen in Deutschland jeden Tag mit echten Existenzsorgen.

“Die Infrastruktur”

  • Unsere Infrastruktur bröckelt vielerorts, Schulen sind sanierungsbedürftig, Krankenhäuser arbeiten am Limit, Pflegeeinrichtungen suchen verzweifelt Personal und viele Rentnerinnen und Rentner wissen am Monatsende nicht, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen.
  • Genau deshalb stellt sich die Frage, ob 375.000 Euro nicht sinnvoller eingesetzt werden könnten.

“Das Marketing?”

  • Politik sollte sich zuerst um die Menschen kümmern, die auf Unterstützung angewiesen sind, bevor sie erhebliche Summen für öffentliche Inszenierungen und Marketingkampagnen ausgibt.

“Was ich im Kreis Heinsberg erlebt habe”

  • Als ich im Jahr 2020 noch im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen gewohnt habe, wurde mir die Realität vieler älterer Menschen besonders deutlich vor Augen geführt.

“Der Kreis Heinsberg”

 

  • Der Kreis Heinsberg liegt im äußersten Westen Deutschlands an der Grenze zu den Niederlanden.
  • Er gehört zum Regierungsbezirk Köln und umfasst zehn Städte und Gemeinden mit insgesamt rund 260.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

“Die Corona-Zeit”

  • Bekannt wurde der Kreis Heinsberg insbesondere zu Beginn der Corona-Pandemie, da er eines der ersten besonders betroffenen Gebiete Deutschlands war.
  • In dieser Region habe ich immer wieder ältere Damen und Herren gesehen, die in Müllbehältern nach Pfandflaschen gesucht haben.

“Der tägliche Einkauf bei Lidl”

  • Sie sammelten Leergut, um ihre kleine Rente aufzubessern.
  • Für ein modernes und wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland ist das eigentlich ein Armutszeugnis.
  • Menschen, die Jahrzehnte gearbeitet, Steuern gezahlt, Familien gegründet und unser Land mit aufgebaut haben, sollten ihren Lebensabend in Würde verbringen können und nicht gezwungen sein Flaschen aus Abfallbehältern zu sammeln!

“Unsere Senioren verdienen Respekt statt Gleichgültigkeit”

  • Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich einige dieser älteren Menschen damals zum Frühstück eingeladen habe.
  • Viele von ihnen schämten sich zunächst und wollten keine Hilfe annehmen.

”Doch genau das hat mich besonders bewegt”

  • Es waren Menschen, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet hatten und dennoch das Gefühl hatten, niemandem zur Last fallen zu dürfen.
  • Ich habe ihnen immer wieder erklärt, dass sie sich nicht schämen müssen.

“Im Gegenteil”

  • Ohne ihre Generation gäbe es den Wohlstand, den wir heute genießen, überhaupt nicht.
  • Diese Menschen haben Deutschland nach schwierigen Zeiten aufgebaut, Unternehmen gegründet, Straßen gebaut, Fabriken betrieben, Kinder großgezogen und damit die Grundlage für das geschaffen, was wir heute oft als selbstverständlich ansehen.
  • Gerade deshalb empfinde ich es als falsch, wenn immer neue Millionen und Hunderttausende Euro für Symbol Projekte, Werbekampagnen und politische Selbstdarstellung ausgegeben werden, während gleichzeitig viele ältere Menschen jeden Cent umdrehen müssen.

“Die Gesellschaft”

  • Eine Gesellschaft zeigt ihren wahren Charakter nicht daran, wie viele bunte Kampagnen sie finanziert, sondern daran, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht.
  • Wer jahrzehntelang gearbeitet hat, sollte nicht in Altersarmut leben müssen.

“Die Prioritäten”

  • Mein Eindruck ist, dass sich die Politik immer häufiger mit Themen beschäftigt, die zwar öffentlichkeitswirksam sind, aber die alltäglichen Sorgen vieler Bürgerinnen und Bürger nicht lösen.
  • Die Menschen erwarten von ihren Regierungen funktionierende Schulen, sichere Straßen, eine bezahlbare Gesundheitsversorgung, ausreichend Pflegeplätze, stabile Renten und eine funktionierende Infrastruktur.

“Die Prestigeprojekte”

  • Stattdessen erleben viele Bürger immer häufiger, dass für Prestigeprojekte und politische Symbolik erhebliche Summen verfügbar sind, während bei sozialen Themen angeblich jeder Euro zweimal umgedreht werden muss.
  • Niemand wird etwas dagegen haben, wenn Menschen friedlich ihre Überzeugungen vertreten und für ihre Rechte demonstrieren.

“Unsere Steuern”

  • Doch Steuergeld verpflichtet zu besonderer Verantwortung.
  • Deshalb sollte jede öffentliche Ausgabe kritisch hinterfragt werden.
  • Wenn gleichzeitig Senioren Flaschen sammeln müssen, Pflegekräfte überlastet sind und viele Familien unter steigenden Lebenshaltungskosten leiden, dann erscheint eine Ausgabe von 375.000 Euro für einen politischen CSD-Auftritt zumindest diskussionswürdig.

“Der Staat”

  • Ein starker Staat erkennt man nicht an der Größe seiner Werbekampagnen, sondern daran, wie gut er sich um die Menschen kümmert, die ihn aufgebaut haben.
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