Zwei Herzinfarkte und der Beginn eines Albtraums

Ende Februar 2020 brach meine Welt zusammen, als ich zwei schwere Herzinfarkte erlitt und bewusstlos in die Uniklinik Aachen gebracht wurde.

Dort bestätigte sich, was ich innerlich bereits befürchtet hatte:

  • Nicht nur ein, sondern gleich zwei massive Infarkte, die mein Herz so schwer geschädigt hatten, dass die Ärzte mir sagten, eine Rückkehr in meine eigene Wohnung im Selfkant sei nicht mehr möglich.

Mein Name ist Jakob Diener, ich bin freiberuflicher Redakteur, Journalist und Rettungssanitäter

  • In diesem Moment fühlte ich mich nicht nur körperlich am Ende, sondern auch seelisch gebrochen, denn man nahm mir nicht nur meine Gesundheit, sondern auch mein Zuhause, meine Selbstständigkeit, mein Leben.

“Die gerichtliche Entmündigung – ein Fremder über mein Leben”

  • Kurz darauf erfuhr ich, dass man mir per Gericht einen Betreuer zur Seite gestellt hatte.
  • Sein Name: Axel Lüdtke.

Für mich war das ein tiefer Einschnitt, denn ich, der sein Leben lang selbst entschieden hatte, wurde plötzlich fremdbestimmt.

  • Ich durfte nichts mehr selbst regeln, nichts mehr gestalten.
  • Alles wurde mir abgenommen, ohne dass ich überhaupt wusste, wer dieser Mann war und warum er ausgerechnet er über mein Leben bestimmen sollte.

“Die Verlegung nach Monaten Klinik – hinein in ein neues Unheil”

  • Nach fast fünf Monaten Aufenthalt in der Uniklinik Aachen wurde ich in einen Rettungswagen gelegt und in eine angebliche Wohngemeinschaft verlegt.

Ihr Name klang freundlich und harmlos:

  • Haus Laetitia Waldeck.
  • Doch was ich dort vorfand, hatte mit Wohngemeinschaft, Würde oder Pflege rein gar nichts zu tun.
  • Ich war jahrzehntelang als Rettungssanitäter im Kreis Heinsberg tätig, ich kenne Pflegeheime, Seniorenhäuser, Intensivpflege – aber was ich dort erlebte, war die schlimmste Einrichtung, die mir je begegnet ist.

“Missstände, die man kaum glauben kann”

  • Schon am zweiten Morgen hörte ich, wie die Chefin, Frau Hackenberg-Werner, mit einer Pflegerin sprach.

Ich dachte zuerst an einen Hörfehler, so widerlich und menschenverachtend klang ihre Stimme:

  • „Geh gefälligst arbeiten, du Hure, und mach das, wofür du bezahlt wirst!“
  • Das war kein Ausrutscher, kein spontaner Wutausbruch – es war der Ton, der dort herrschte.
  • Die Atmosphäre war geprägt von Angst, Druck, Respektlosigkeit und einer Führung, die an die Tyrannei grenzte.
  • Noch schlimmer war die medizinische Versorgung.

Auf meine Krankenkassenkarte der KKH Hannover wurden Medikamente eingekauft, die gar nicht für mich bestimmt waren, sondern an andere Bewohner verteilt wurden.

  • Ich selbst bekam Medikamente, die bereits rund zwei Jahre abgelaufen waren.
  • Ein solches Vorgehen ist nicht einfach nur fahrlässig, es ist lebensgefährlich, insbesondere für jemanden mit schwerem Herzschaden.

Mein Zimmer war zwar sauber, wurde aber von einem Mitbewohner regelmäßig als Durchgangszimmer missbraucht.

Er griff mich sogar an und verletzte mein ohnehin schwer geschädigtes Schienbein.

  • Ich erstattete Strafanzeige, doch diese verlief im Sande, weil der Angreifer hochgradig dement war.

“Mein Widerstand und der Skandal, der sich daraus entwickelte”

  • Ich gab nicht auf.
  • Ich meldete mich wieder und wieder per E-Mail bei der Heimleitung des Kreises Düren, berichtete alles bis ins Detail, dokumentierte jeden Missstand und drängte auf ein Einschreiten.

Und tatsächlich:

  • Anfang Juli 2023 geschah das Unfassbare.
  • Gegen sieben Uhr morgens stürmten mehrere Polizeieinheiten die Einrichtung.

Ein Polizist und ein Vertreter der Heimaufsicht standen plötzlich in meiner Tür und erklärten mir kurz und knapp, dass die „Bude jetzt für immer geschlossen“ werde.

“Sie bedankten sich ausdrücklich für meine Mitwirkung!”

Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste:

  • Der Kreis Düren hatte bereits im Juni/Juli 2023 mehr als 40 massive Mängel festgestellt.
  • Pflege, Versorgung, soziale Betreuung, Medikamente, Personalführung – alles fiel durch.

Am 04.07.2023 wurde die Schließungsverfügung erlassen.

Die Betreiber legten anschließend einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Aachen ein, um die Schließung zu verhindern.

  • Doch im Januar 2024 bestätigte das Verwaltungsgericht Aachen die Schließung endgültig und stellte klar, dass die Mängellage schwer und umfassend war.
  • So wurde aus meinem persönlichen Albtraum ein offiziell bestätigter Pflegeskandal.

“Gab es eine strafrechtliche Verurteilung?“

  • Trotz aller Recherchen, Medienberichte und Pflegeverzeichnisse fand sich bislang kein Beleg, dass Frau Hackenberg-Werner persönlich strafrechtlich verurteilt wurde.
  • Sehr schade!
  • Die Schließung war eine verwaltungsrechtliche Maßnahme, getragen von festgestellten schwerwiegenden Mängeln und bestätigt durch das Verwaltungsgericht Aachen.

Doch ein strafgerichtliches Urteil – etwa durch das Amtsgericht Düren oder Landgericht Aachen – ist öffentlich nicht dokumentiert.

  • Die Verantwortlichen verschwanden aus der Öffentlichkeit, doch eine rechtskräftige strafrechtliche Verurteilung lässt sich anhand der verfügbaren Unterlagen nicht nachweisen.

“Die Zwangsverlegung – vom Regen in die Traufe”

  • Nach der Schließung wurde ich zusammen mit zwei Frauen und einem Mann zwangs verlegt.
  • Wieder ein Einsatzwagen, wieder fremde Menschen, wieder ein neues Alten und Pflegeheim.

Diesmal landeten wir in Nideggen, im Alten- und Pflegeheim der Schuch GmbH.

  • Wer jetzt erwartet, dass dort bessere Zustände herrschen, liegt falsch.
  • Aber diese Geschichte werde ich in einem eigenen Beitrag erzählen, denn auch dort erlebte ich Dinge, die kaum auszuhalten waren.
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2 Gedanken zu “Zwei Herzinfarkte und der Beginn eines Albtraums”

  1. Aus so einer Situation heraus zukommen ist verdammt schwer. ..
    Und die Verantwortlichen werden noch nicht mal zur Verantwortung gezogen. Meine Strafe für diese Personen wäre, das sie genau das erleben, was sie den Pflegebedürftigen angetan haben. …
    Dem Herrn Lüdkte wünsche ich, das ihm sein Hab und Gut genauso unterm Hintern verkauft wird und belogen und betrogen wird, wenn er mal von einem Betreuer abhängig werden sollte.

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